Mit fünf Tagessiegen konnte Philipp Hälg die Gesamtwertung des Swiss Atomic Cup U20 für sich entscheiden. Verdienterweise darf der Schaaner nun seine Füsse hochlagern.
Kampflos ging der Titel schlussendlich an Philipp Hälg. Denn das geplante grosse Finale in Langis, welches in Form eines Sprints ausgetragen worden wäre, fiel dem Wetter zum Opfer. Somit brachte Hälg seinen Vorsprung von einem Punkt gegenüber Erwan Kaeser ohne Anstrengung ins Ziel. Es wäre nochmals spannend geworden, vermutlich hätte es ein Herzschlagfinale gegeben. Denn in der Sprintwertung des Atomic Swiss Cup hatte Erwan Kaeser die Nase vorne.
Den längeren Atem zum Ende hin
Abgefangen hatte Hälg zuvor seinen härtesten Konkurrenten auf der Zielgeraden. Von den letzten fünf Rennen konnte der 19-jährige Schaaner deren vier für sich entscheiden und Kaeser hinter sich lassen. «Zum Schluss konnte ich Erwan in Schach halten, deshalb habe ich nicht ganz unverdient gewonnen», sagte Hälg. Zudem hat Liechtensteins Langlauf-Hoffnung zwei Rennen weniger bestreiten können. Das war auch seine Crux in den vorangegangenen Saisonen, weshalb es bisher nie ganz zum grossen Wurf gelangt hatte. Umso grösser die Freude nun. «Dieser Erfolg hat für mich schon einen grossen Stellenwert. Denn in diesem Cup sind alle FIS-Rennen der Schweiz zusammengefasst. Die nächsthöheren Stufen sind dann schon der Europacup und der Weltcup», erklärt der Nordic-Club-Athlet. Insgesamt bejubelte Hälg fünf Erfolge, stand fünfzehn Mal von insgesamt 18 gewerteten Rennen am Start. Kaeser hingegen gewann nur deren zwei.
Letztmals in der U20
Diesen Erfolg zu wiederholen wird für Hälg ungleich schwieriger werden. Denn in der U20-Kategorie durfte der 19-Jährige zum letzten Mal starten. Im Winter 2011/12 muss er sich schon bei den Elite-Herren beweisen. In dieser holte sich Jonas Baumann den Sieg überlegen. Das nordische Aushängeschild von Swiss Ski, Dario Cologna, trat nur viermal an, siegte aber jedes Mal.Doch erst einmal dürfen sich Hälg und seine nordischen Kollegen zurücklegen und die Füsse hochlagern. Die Saison ist für ihn beendet. «Es tut gut, nach einer langen Saison mal abzuschalten und etwas Abstand zu gewinnen.» Los geht es ohnehin schon wieder Anfang Mai mit Grundlagenaufbautraining.
Quelle: Liechtensteiner Volksblatt