Biathlon. Am vergangenen Samstagnachmittag traf sich die Nachwuchsbiathleten aus der ganzen Schweiz und aus Liechtenstein erstmals im Steg zur Austragung eines Wettkampfs der „Kidz Trophy“. 110 Teilnehmer liefen und schossen um die Wette. Michael Biedermann erzielte Gold, und dreimal Silber ging an Larissa Sele, Andri Schocher und Marina Weder vom Nordic Club Liechtenstein.
Rein sportlicher Art waren die Schüsse, die am vergangenen Samstag im Steg fielen. Im Gebiet des Kleinsteg führte der Nordic Club Liechtenstein, der eine Biathlon-Sektion hat, den vierten Saisonbewerb der schweizerischen Biathlon-Nachwuchsserie „RWS Kidz Trophy“ durch. Aus der ganzen Schweiz – inklusive Val Ferret, Obergoms, Romont in der Westschweiz – kamen die jungen Langläufer-Biathleten der Kategorien U10 bis U16 angereist. Es machte ihnen nichts aus, dass viel Schnee fiel, Nebel driftete, die Bise zog.
Zwei Stunden Hochbetrieb live
Hochbetrieb herrschte beim Einlaufen auf den Runden von 500 m bis 2,5 km und beim Einschiessen der Luftgewehre ab 9.30 Uhr. Am Schiessstand lagen zehn Gewehre, Scheiben und Matten bereit. Ab 11 Uhr wurde alle 30 Sekunden ein Wettkämpfer auf die Skatingstrecke geschickt, erst die ältesten (U16), dann sukzessive die Jüngeren. Zwei Stunden lang waren so Biathleten auf der Strecke, welche den mittelsteilen Hang hoch, zur Staumauer hinab, zu den Hütten hinauf und zurück zum geräumig gesicherten Schiessplatz herab führte, wo jedes einer Scheibe zugewiesen wurde. Konzentriert waren fünf Schuss abzugeben, Distanz 10 m, schwarzer Zieldurchmesser 1,3 cm (liegend) oder 3,5 cm (stehend).
Live statt TV
Fasziniert konnten Zuschauer und Betreuer hier Biathlon live, in natura, unmittelbar beim Geschehen miterleben. Jeder Fehlschuss mussten mit einer 75 m-Zusatzrunde kompensiert werden. Nur bei den Ältesten der U16 Standard-Kategorie, welche als einzige sowohl liegend als auch stehend schossen, wurde statt Zusatzrunde pro Fehler ein Zeitzuschlag von 45 Sekunden zugerechnet. Es lohnte sich zu treffen, und es wurde gut getroffen, gerade auch von Seiten der Nordic Club-Teilnehmer.
Bei den Knaben 16 Standard, welche 5 x 1,5 km und vier Schiessen zu bestehen hatten, siegte der Toggenburger Nirando Bacchetta (4 Fehltreffer von 20 Schüssen) vor Lars Lusti, Toggenburg und Tobias Erni, Am Bachtel (11 Klassierte). Die Mädchen U16 Standard gewann Julia Hartweg, Einsiedeln (6 Fehler von 20 Schüssen) (6 Klassierte).
Sieg und Podestplätze für NCL-Athleten
Ebenfalls obenauf schwangen bei den Knaben U16 (ohne Standard) die Nordic Club-Athleten Michael Biedermann als Sieger (1 Fehler von 10 Schüssen) vor dem Zweiten Tobias Frommelt (4 Fehler) (5 Klassierte). Bei den Mädchen U14 glänzte mit Silber Larissa Sele (1 Fehler) hinter Franziska Schöttler, Riehen/Baselland und vor Marielle Progin (Glisse Club Romont/Fribourg). Anna Frommelt wurde gute Fünfte (4 Fehler), Fabienne Scheibelhofer Zwölfte (5 Fehler) (16 Klassierte). Die zahlenstärkste Kategorie Knaben U14 dominierte Elias Kägi, Gotthard-Andermatt (0 Fehler) vor Elio Bacchetta, Horw, und Sebastian Stalder, Am Bachtel (23 Klassierte).
So laufstark wie treffsicher
Gleich vier Nordic Club-Mädchen zeigten in der U12-Kategorie, dass sie gut liefen und trafen, Annalena Schocher als Vierte (9 Treffer von 10 Schüssen), Nina Riedener als Fünfte (8 Treffer), Laura Weder als Sechste (10 Treffer) und Aline Schädler als Zehnte (8 Treffer) (14 Klassierte). Gleiches demonstrierten bei den Knaben U12 als Siebenter Marco Beckbissinger (10 Treffer) und Nico Büchel (9 Treffer) (22 Klassierte) sowie bei den Kleinsten U10 Marina Weder als Zweite (10 Treffer) wie auch Andri Schocher als Zweiter (9 Treffer) und Damian Riedener als Dritter (10 Treffer) (6 Klassierte). Fragte einer: „Hat hier der Jahrmarkt, wo die Schüler schiessen, so günstig gewirkt?“ Nein, vielmehr das kombinierte Lauf- und Schiesstraining, welches die NCL-Biathlontrainer Fabia und Mathias Mächler das Jahr über bieten. Nach Aufräumen und Rangverlesen in der kälter ziehenden Bise legte sich wieder Ruhe über den Steg. Die nächste Kidz Trophy steigt in Engelberg am 4. Februar.
Peter Geiger