Rogla. Am Samstag und Sonntag trafen sich die stärksten U18- und U20-Langläufer des europäischen Alpenbogens zu zwei FIS-Rennen im Rahmen des OPA Continental Cup. Sie wurden im slowenischen Rogla ausgetragen. Der Liechtensteiner LSV-Sonderkader-Läufer Philipp Hälg erzielte mit Rang 7 sein bestes FIS-Ergebnis bisher.
Das Langlaufgebiet in der Hügellandschaft bei der Stadt Rogla nahe der österreichischen Grenze war vor zwei Jahren Weltcupstation. Entsprechend anspruchsvoll erwiesen sich auch dieses Wochenende die Strecken für die FIS-OPA Continental Cup Rennen. Am Samstag waren 10 km im klassischen Stil, am Sonntag 15 km im freien Stil (Skating) zu absolvieren, jeweils auf 5 km-Runden. Philipp Hälg beschrieb nach seinen zwei Einsätzen die Strecken so: „Anspruchsvolle Runden, lange schleichende Aufstiege, steile Zwischenrampen, schnelle Abfahrten mit coolen Kurven.“ Ihm lag dies alles offensichtlich. Das Wetter war schön, es war eher warm, der Schnee war teils feucht, teils auf den Höhen pulverig. Das Wachs stimmte an beiden Tagen.
Schneller Klassikstart, zwischenzeitig Platz drei
Hälg ging das Klassikrennen mit Einzelstart schnell an. Nach der ersten 5km-Runde lag er gar auf Platz drei. In der zweiten Runde musste er etwas nachgeben. Am Schluss lag er auf dem sehr guten Rang sieben, 26.50 Minuten, nur 40 Sekunden hinter dem Sieger der Kategorie U20, dem Franzosen Alexis Jeannerot. Zweiter wurde Adrien Backscheider und Dritter Paul Goalabre. Bester Schweizer war im zehnten Rang Erwan Kaeser aus Bex (20 klassierte U20).
Am Sonntag kam Hälg im Massenstart zum Skatingrennen gut weg. Er lief lange in der Spitzengruppe mit. Da einzelne Läufer vor ihm mehrmals Mühe bekundeten, schloss Hälg dreimal ein „Loch“ zur Spitzengruppe zu, das vierte Mal war es zu viel. Nun führte er eine vierköpfige Verfolgergruppe an. In deren Spurt wurde er Zweiter, was insgesamt unter den 47 gemeinsam gewerteten U18/U20-Läufern den ausgezeichneten Rang acht ergab, in 36.11 Minuten, 1.01 Minuten hinter Paul Goalabre aus Queyras. Zweiter wurde der Deutsche Jonas Dobler aus Traunstein, Dritter Adrien Backscheider aus Gerardmer. Zwei Ränge hinter Hälg war Roman Schaad, Drusberg, als Zehnter bester Schweizer. Hälg liess somit – wie schon vor einer Woche in Les Diablerets – die Schweizer Kollegen hinter sich.
Hälg und Trainerteam sehr zufrieden
Philipp Hälg sagte nach dem Rennen: „Ich bin mit meinen Leistungen in diesen zwei Rennen sehr zufrieden. Besonders freut mich der geringe Rückstand auf den Sieger im Klassischrennen.“ Seiner wie immer realistischen Selbsteinschätzung schlossen sich Trainerin Martina Negele und Betreuer Christoph Willinger gerne an. Am Sonntagabend verlagerte sich Hälg mit ihnen in die Ramsau, wo sie diese Woche trainieren und sich auf das dortige FIS Continental Cup-Finale vorbereiten. Es findet in Form einer dreiteiligen, saftigen „Minitour“ statt. Hälgs Ergebnisse von Rogla lassen Zuversicht zu.
Peter Geiger