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Doppelsieg von Philipp Hälg

Les Diablerets. Am Samstag und Sonntag, 26./27. Februar 2011, wurden in der Schweiz zwei internationale FIS-Langlaufrennen ausgetragen. Wegen Schneemangels waren sie von Feutersoey nach Les Diablerets verlegt worden. Der Nordic Club Liechtenstein Athlet Philipp Hälg, der mit LSV-Sonderathletenstatus läuft, holte bei den Junioren U20 gleich zweimal Gold.

Während in Oslo die Weltspitze läuft und fliegt, messen sich die übrigen nationalen Cracks und die besten Nachwuchslangläuferinnen an FIS- und Regionalrennen. Der traditonsreiche Berner Oberländer Skiclub Gsteig-Feutersoey, hinter Gstaad gelegen, verlegte die FIS-Rennen vom Wochenende nach Les Diablerets. Abgesehen von den WM-Läufern versammelte sich hier die gesamte Schweizer Langlaufelite von U18 aufwärts. Mit dabei waren zwei Liechtensteiner, Philipp Hälg bei den Herren U20 (Jg. 1991/92) und Constantin Frommelt bei den Herren U18 (Jg. 1993/94).

Hälg souverän in der Klassischspur ...
Am Samstag hatten die U20- und U18-Läufer 10 km im klassischen Stil zurückzulegen, mit Einzelstart, über zwei 5km-Runden. Neuschnee vermischte sich mit Altschnee, die Spur war teils hart, teils nass. Die Betreuer Christoph Willinger und Anton Frommelt wählten einen etwas kälteren Klister als manche andere. Sie hatten gut gewählt Hälg startete schnell – wie gewohnt. Nach 4 km holte er den vor ihm gestarteten Konkurrenten Erwan Kaeser ein. Hälgs erste Rundenzeit von 13.02 Minuten war fast eine halbe Minute schneller als die aller andern. Hälg siegte in 27.19 Minuten, mit 22 Sekunden Vorsprung vor dem Züricher Roman Schaad (ZSV/Drusberg) und dem Jurassier Gaspard Cuenot (GJ/La Brévine). Der zwei Jahre jüngere Roman Schaad war übrigens zugleich Schnellster der Kategorie U18, in welcher Constantin Frommelt Rang 18 belegte, in 31.41 Minuten.
 

... und ebenso über 10 km Skating, trotz Stockbruchs
In der Nacht auf Sonntag fielen rund 30 cm Neuschnee, nass gepresst lag er auf der Skatingloipe. Während des Rennens mit Massenstart schneite es weiter, die Luft mass 5 Grad plus, der Schnee minus 1 Grad. Hälg lief sogleich vorne mit, in einer grösseren Gruppe, nach drei Kilometern ging er an die Spitze, es folgten ihm einige Läufer. Im letzten Gegenanstieg vor der zweiten 5km-Runde gab es für Hälg plötzlich einige Schrecksekunden: Er brach einen Stock. Doch da stand gerade Anton Frommelt und reichte den Ersatzstock. Hälg konnte nach kurzem wieder zur Spitze aufschliessen. Zwar musste er den Stock nochmals wechseln, weil er nicht ganz passte. Hälg beschleunigte in der zweiten Runde, nur Roman Schaad vermochte noch zu folgen, musste aber in der letzten Steigung abreissen lassen. Ungefährdet lief Hälg den Sieg ins Ziel, in 28.15 Minuten, vor Roman Schaad (28.17 Min.) und Gaspard Cuenot (28.18 Min.). Constantin Frommelt kam auf bei der Kategorie auf Rang 16 (31.03 Min.), was bei der hohen Qualitätsdichte immer noch ansprechend ist.
 

Für Philipp Hälg waren diese zwei Erfolge an einem FIS-Rennen und seine Siege über die gesamte schweizerische Konkurrenz eine Bestätigung und Genugtuung: Er hat in Les Diablerets den vor wenigen Wochen verpassten Schweizermeistertitel wenigstens informell nachgeholt hat, und zwar gleich zweimal. Nächste Woche geht es in den Europacup, nach Rogla in Slowenien.

Peter Geiger

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