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Guter Klassisch-Sprint von Hälg an der Junioren-WM

Langlauf. Gestern Freitag stand für die Junioren in Otepää/Estland als zweiter Bewerb der Sprint im klassischen Stil über 1,4 km an. Der Liechtensteiner Philipp Hälg legte einen starken Prolog vor, konnte sich aber knapp nicht für die Viertelfinals qualifizieren. Russen und Norweger dominierten.

Das Niveau bei den Junioren aus aller Welt ist äusserst hoch. Das zeigte sich auch am zweiten Wettkampf, dem Sprint. Unter leicht bewölktem Himmel und bei rund minus 8 Grad wurden im 15-Sekunden-Rhythmus insgesamt 96 Junioren auf die Prologstrecke geschickt. Der nachmalige Sieger, der Russe Sergey Ustiugov, beurteilte die Strecke als „very difficult“. Flachstücke, Kurven, zwei lange Aufstiege, Abfahrten und eine langer finaler Stadionabschnitt forderten alles ab. Philipp Hälg kam gut weg, meisterte den ersten Aufstieg sehr gut, im zweiten war er zu hektisch – was sofort Kraft und Terrain kostete –, nachher lief es ihm wieder gut. Sein Klassisch-Ski war tadellos präpariert und sehr schnell. Auf die Frage, ob er die vor und hinter ihm gestarteten Konkurrenten überblickt habe, antwortet Hälg: „Da siehst Du nichts, ich habe durchwegs Vollgas gegeben!“

Viertelfinal um drei Sekunden verpasst
Seine Zeit war mit 3 Minuten 47,5 Sekunden gut. Aber er hätte 3,5 Sekunden schneller sein müssen, um in die ersten 30 und damit in die Viertelfinals vorzustossen. Der Prologerste war 17 Sekunden schneller gewesen. So war Hälg schliesslich auf Rang 47 platziert, immerhin knapp in der ersten Hälfte der Rangliste. Sein Rang darf als leichte Steigerung gegenüber dem ersten Rennen gelten. Eine Topleistung lieferte der Schweizer Fabian Schaad ab mit Rang 24 im Prolog – 5,5 Sekunden vor Hälg – und Schlussrang 23. Der zweite gestartete Schweizer Corsin Hoesli lag um eine halbe Sekunde vor Hälg auf Rang 43.

Guter Sprint von Jennifer Egger
Bei den Juniorinnen siegte im Klassisch-Sprint überraschend die Deutsche Lucia Anger vor den beiden Norwegerinnen Kari Oeyre Slind und Ragnhild Haga sowie der Finnin Maria Grundvall. Die Schweizerin Jennifer Egger aus Samedan kam auf den guten 42. Rang, Christa Jäger aus Vättis auf den 63. Rang von 87 Gestarteten.

Hälgs Hauptrennen morgen Sonntag
Heute Samstag wird die Strecke für das Rennen von morgen Sonntag, eingehend besichtigt, neben Regeneration und Skitests. Diese nimmt Philipp Hälg im Swiss-Ski-Team, in welches auch Trainerin Martina Negele und Betreuer Anton Frommelt aktiv integriert sind, vor. Das morgige Rennen, die Doppelverfolgung mit 10 km Klassisch und 10 km Skating, darf als Hälgs Hauptrennen an der Junioren-WM gelten. Hier wird er seine Stärken kombiniert einsetzen: Technik, Kraft, Ausdauer, Taktik. Letztere wird er brauchen, denn im Massenstart wird die Läufermeute sogleich lospreschen.

Peter Geiger

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