OlbasCup2009 und FL Landesmeisterschaft am Samstag
Markus Hasler (Herren), Ehefrau Alexandra Hasler (Frauen) sowie der Nordic Club Liechtenstein in den Staffelbewerben sicherten sich die Landesmeistertitel im Langlauf. Als Tagessieger liessen sich Remo Fischer und Patricia Sprecher feiern.
Neben den FL-Titelkämpfen fanden auch die kantonalen Ostschweizer Meisterschaften statt. Michael Biedermann (Knaben U14) und Philipp Hälg (Herren U20) sicherten sich die Ostschweizer Meisterkrone; gestern zog das Staffelteam in der Besetzung Philipp Hälg, Patrick Hasler und Markus Hasler nach. Remo Fischer überzeugend. Der weltcuperprobte Remo Fischer, der in der laufenden Saison bereits zehn Weltcupzähler eingefahren hat, dominierte den in der klassischen Technik ausgetragenen Einzelbewerb und verwies Markus Hasler um 1:19 Minuten auf den zweiten Rang. Nach Rennhälfte (5 km) betrug Fischers Reserve bereits 35 Sekunden. «Da ich nicht an der Tour de Ski teilnahm, habe ich in den letzten zwei Wochen sehr viel trainiert. Deshalb war dieses Rennen ein idealer Trainingswettkampf für mich. Es lief mir super», freute sich Remo Fischer, der sich nicht als Klassikspezialist einstuft. «Ich versuche ständig,mich im klassischen Laufstil zu verbessern. Ich befinde mich auf dem richtigen Weg und muss mich in Geduld üben», so Remo Fischer, der auf das Wachs super extra und Rode gesetzt hatte.
Sturz von Markus Hasler
Markus Hasler (UWV) war sich schon vor dem Rennen bewusst, dass der Sieg über den Schweizer Nationalkaderläufer Remo Fischer führen würde. «Er hatte einen starken Saisonstart und war im Weltcup sehr gut dabei. Er weist eine sehr gute Form auf, die er offenbar konserviert hat. Ich war überrascht, dass er hier startete und nicht an der Tour de Ski weilt», so Markus Hasler, der damit gerechnet hatte, dass Fischer stärker ist. «Für mich waren diese Titelkämpfe ein Testlauf. Schliesslich hatte ich Probleme und befinde mich im Formaufbau, dank dieses Wettkampfes hatte ich einen guten Vergleich mit Fischer», so Hasler, der durch einen Sturz rund 15 wertvolle Sekunden einbüsste. «Möglicherweise hätte ich nur eine Minute eingebüsst. Der Ansatz ist da; es fehlt noch etwas», analysierte Markus Hasler, der derzeit an seiner Spritzigkeit feilt. «Gegenüber den Marathon-Weltcuprennen ist der Rhythmus anders. Auch der Einzelstart war ungewöhnlich. Im Finish hatte ich etwas Mühe, ich werde das Rennen deshalb eingehend analysieren», so Hasler, der vor knapp zwei Jahren letztmals ein Kurzdistanzrennen gelaufen ist.
Fehlende Titelanerkennung?
Hasler bedauerte, dass nur fünf Teilnehmer am Wettkampf teilgenommen haben. «Indirekt bin ich Landesmeister, schliesslich ist jeder Titel schön», freute sich Markus Hasler. Es sei schade, dass an dieser Landesmeisterschaft nicht mehr Teilnehmer gestartet seien. «Ein neuer Club ist gepuscht worden, doch leider sind die Mitglieder
nicht fähig, an den Start zu gehen», ärgerte sich Hasler.
Alexandra Hasler ohne Konkurrenz
Ohne FL-Konkurrenz trat die Eschnerin Alexandra Hasler im Frauenbewerb an. «Mit Sonnenschein und blauem Himmel waren die Bedingungen perfekt, zudem hatte ich einen guten Ski», urteilte Alexandra Hasler, die nicht mit der Absicht an den Start ging, Landesmeisterin zu werden. «Schliesslich verfolge ich höhere Ziele», erklärte Alexandra Hasler, die mit dem dritten Rang in der Tageswertung gut leben konnte. «Die vor mir liegenden Konkurrentinnen kenne ich nicht, da sie jünger sind», wusste die Unterländerin nicht, wie ihre Leistung einzustufen war. Für sie war es nach dem dritten Rang beim Halbmarathon in Livigno erst der zweite Renneinsatz. Patricia Sprecher aus Vättis holte den Tagessieg.
U20: Hälg Ostschweizer Meister
Philipp Hälg, der in der laufenden Saison schon mehrmals für Furore gesorgt hatte, überzeugte ein weiteres Mal. Hinter Markus Hasler klassierte er sich in der FL-Wertung auf Rang zwei; als Draufgabe gewann er den Ostschweizer Meistertitel in seiner Alterskategorie U20. Seine Zufriedenheit hielt sich trotzdem im Rahmen. «Der Ski war etwas stumpf, deshalb war das Rennen sehr hart», bekannte Philipp Hälg, der vor allem in den Abfahrten Terrain verlor. «Ich hatte den vor mir laufenden Fabian Schaad fast eingeholt. In den besagten Abschnitten zog er wieder davon, deshalb war es für mich ein Krampf», urteilte Philipp Hälg, der sein Leadertrikot der Ostschweizer Meisterschaften erfolgreich verteidigte.
Hervorragende Bedingungen
Unten grau, oben blau, so konnte am Wochenende das Wetter im FL-Rheintal beschrieben werden. Somit sorgte Kaiserwetter an den Langlaufmeisterschaften im nordischen Mekka in Steg-Grund für optimale Bedingungen. Entsprechend erntete der Organisator der Ostschweizer Meisterschaften, der Nordic Club Liechtenstein, und der Verein Valünlop für die Loipenpräparation Komplimente von den 182 Teilnehmern. «Die Verhältnissen waren ideal, es war eine lässige Strecke, die nicht allzu hart ist, aber viel Doppelstockeinsatz erforderte», wand Tagessieger Remo Fischer dem OK ein Kränzchen.
Einige Talente in Sicht
Liechtensteins Langlaufnachwuchs muss den Vergleich mit den stärksten Ostschweizern nicht scheuen. Neben Hälg und Biedermann sorgten Anna Hoch (U10), Marco Beckbissinger (U10), Larissa Sele (U12),Vital Leuch (U12), Chiara Hasler (U14) und Constantin Frommelt (U16) für achtbare Resultate in der OSSV-Wertung; sie holten sich den Landesmeistertitel.
Quelle: Ernst Hasler, Liechtensteiner Vaterland
Rangliste OLBAS CUP 2009
Rangliste liechtensteinische Landesmeisterschaft 2009
