OlbasCup2009 Staffel am Sonntag
«Erster Titel für den Nordic Club»
Der neu formierte Langlaufverein, der Nordic Club Liechtenstein, gewann in der Besetzung mit Philipp Hälg, Patrick Hasler und Markus Hasler den Ostschweizer Meistertitel und somit den FL-Landesmeistertitel 2009.
Daneben konnten auch das U12-Mädchenteam (Larissa Sele, Melanie Cologna, Anna Frommelt) und das U16-Knabenteam (Johannes Frommelt, Michael Biedermann, Constantin Frommelt) des Nordic Clubs Liechtenstein den Tagessieg an den Ostschweizer Titelkämpfen in Steg sicherstellen. Bei den Damen ging der SC Vättis als Sieger hervor; an diesem Event nahm kein FL-Team teil.
Strategie ging auf
Im Hauptrennen ging die Strategie des Nordic Clubs Liechtenstein I auf. Die Startläufer Roger Gerber (SC Am Bachtel), Martin Jäger (SC Vättis) und Phlipp Hälg (Nordic Club Liechtenstein) legten ein horrendes Tempo vor, wobei die Führung ständig wechselte. Schliesslich musste Hälg seine Widersacher am kleinen Anstieg im «Grund» ziehen lassen; er übergab mit einem Rückstand von 17 Sekunden hinter Jäger und Gerber an Patrick Hasler, der seinen leicht erkrankten Bruder Michael Hasler ersetzen musste. Hano Vontobel (SC Am Bachtel) überholte Beat Jäger (SC Vättis) und übernahm die Spitzenposition. Patrick Haslers Rückstand war nach 2,5 km bereits auf 25 Sekunden angewachsen; nach 5 km lag er exakt eine Minute hinter Vontobel zurück; elf Sekunden fehlten auf Jäger. Dank seines Efforts auf der dritten Schlaufe konnte der 41-jährige Eschner mit einem Rückstand von 1:14 Minuten als Dritter an seinen Bruder Markus Hasler übergeben. «Da ich als Notlösung eingestiegen bin, darf ich zufrieden sein. Ich konnte meine Position halten, schliesslich habe ich Markus auch noch etwas Arbeit überlassen», lächelte Patrick Hasler verschmitzt. Markus Hasler reichen 3,5 km Das Liechtensteiner Langlauf-Ass Markus Hasler benötigte wenig, um den zweitplatzierten Schlussläufer vom SC Vättis, Reto Good, zu überholen. Schliesslich reichten rund 3,5 km aus, um den 26-jährigen Schlussläufer des SC Am Bachtel, Jürg Kunz, an der Spitze einzuholen und abzuhängen. Nach 5 km hatte Hasler bereits einen Vorsprung von 27 Sekunden herausgeholt; bis zum Zieleinlauf wuchs der Vorsprung auf 1:24 Minuten an. «Ich wusste, dass der Liechtensteiner Schlussläufer eine Klasse höher einzustufen ist als ich», resümierte Jürg Kunz und war mit dem zweiten Endrang zufrieden. Er hatte damit gerechnet, dass seine grosse zeitliche Reserve auf Hasler nicht ausreicht. «Mir ist im Finish die Puste ausgegangen, möglicherweise bin ich das Rennen zu schnell angegangen. Letztlich konnte ich Silber ins Ziel retten», lächelte Jürg Kunz. Etwas schwieriger hatte sich Markus Hasler seine Aufholjagd vorgestellt. «Auf einem flachen Rundkurs ist ein solcher Rückstand in der Skatingtechnik nicht so einfach wettzumachen», sinnierte Markus Hasler, der die Konkurrenten nicht gekannt hatte. «Dass ich den Rückstand schon nach einer Runde nahezu kompensiert hatte, durfte ich nicht erwarten.» Durch den bestehenden Rückstand hatte er nichts zu verlieren. «Deshalb gab ich Gas. Auf der ersten Runde liefs mir gut, in der Folge konnte ich als Leader ohne Druck laufen und nahm Tempo aus dem Rennen», schilderte Markus Hasler seine Strategie. Dem 37-jährigen Eschner gab der Staffelbewerb einen gewissen Aufschluss, schliesslich hatte er während eineinhalb Jahren keinen Einzelwettkampf über eine Kurzdistanz bestritten. «Ich bin noch nicht dort, wo ich meine Leistungsgrenze sehe. Es fehlt noch etwas: Der Tonus in der Muskulatur muss noch aggressiver und stabiler werden», so Markus Hasler, der sich noch etwas in Geduld üben muss. «Trotzdem geht es vorwärts», klang der Routinier optimistisch.
Quelle: Ernst Hasler, Liechtensteiner Vaterland
Die Rangliste der Wettbewerbe vom Sonntag.
