Traf sich in Davos am Wochenende die Weltspitze, so versammelte sich in Alta Badia zugleich die Europacup-Elite aus zehn Nationen. Mit dabei erlief Philipp Hälg für Liechtenstein sehr gute Platzierungen im vordersten Fünftel der Rangliste.
Der 1. Fis-OPA Continental Cup 2010-2011 startete am Samstag und Sonntag, 11./12. Dezember, in Alta Badia, Italien. Am Samstag wurde bei leichtem Schneefall und Schneetemperatur von -10° zum Einzellauf über 10 km Klassisch gestartet. Zwei sehr selektive Runden à 5 km waren zu absolvieren.
Schneller Start im Klassik-Rennen, 6. Zwischenzeit, 12. Rang
Philipp Hälg (Jg. 1991) startete sehr schnell, nach einigen Kilometern war er auf Rang 6 von 70 Gestarteten. nach der ersten Runde lag er an 11. Stelle, seine Endzeit von 30.30 Minuten ergab schliesslich den sehr guten 12. Rang unter 66 Klassierten. Nach dem Rennen meinte ein zufriedener Philipp Hälg: „Ich hatte einen sehr guten Start, ich ging sehr schnell an – vielleicht etwas zu schnell, wie ich dann merkte.“ Sieger U20 wurde der Deutsche Thomas Wick (28.42 Min.) vor dem Franzosen Alexis Jeannerot und dem Deutschen Markus Weeger. Auf den Sieger verlor Hälg 1.47 Minuten.
Am Sonntag trotz Sturz vor dem Ziel sehr guter 17. Rang
Tags darauf fand am Sonntag, nun bei Sonnenschein und -12° Schnee- und -10° Lufttemperatur das Rennen im freien Stil über 15 km statt, mit Massenstart. Die Unterlage war hart, das Tempo von Beginn weg hoch. Für Hälg wurden bei den Zwischenzeiten die Plätze 13 (nach 3,75 km), 17 (7,5 km) und 15 (11,25 km) gemessen, 200 m vor dem Ziel stürzte er und musste noch zwei Läufer passieren lassen – solches kennt man von Berühmten.
Schlussrang 17 in einer Zeit von 38.22 Minuten ist dennoch ein sehr gutes Resultat unter 64 Klassierten. Vor ihm sind Läufer aus 5 Nationen rangiert, Sieger war der Rumäne Petrica Hogiu vor dem Deutschen Jonas Dobler und dem Franzosen Paul Goalabre.
War am Samstag im Klassik-Rennen als einziger Schweizer Erwan Kaeser direkt vor Hälg platziert, so fanden sich am Sonntag im Skatingrennen alle schweizerischen Teilnehmer hinter Hälg. Die letzteren sind Philipp Hälgs Swiss Ski-Kollegen. Hälg – mit Liechtensteiner Mutter und Schweizer Vater – startet für Liechtenstein, reist aber mit Swiss Ski, ergänzt durch Liechtensteiner Betreuung, an die internationalen Rennen. In Alta Badia dabei waren sowohl Swiss Ski-Betreuer als auch Trainerin Martina Negele und Christoph Frommelt. Der nächste Einsatz für Hälg folgt am kommenden Wochenende mit einer analogen FIS-Rennserie in Ulrichen im Obergoms.
Peter Geiger