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Philipp Hälg mit Gold und Silber

In den Waadtländer Alpen fand vom Freitag bis Sonntag, 25.-27. März, Teil zwei der Schweizer Langlaufmeisterschaften 2011 statt, im Sprint, über die Langdistanz und in der Staffel. Philipp Hälg wurde am Freitag souverän Schweizermeister U20 im Sprint. Und tags darauf gewann er Silber über 30 km. Die liechtensteinische Herren-U20-Staffel kam auf den guten Rang acht.

Unter der Frühlingssonne in der „Espace nordique des Alpes Vaudoises“, dem Langlaufgebiet von Les Mosses und Lécherette auf 1400 Metern Höhe, waren die Bedingungen für die Schweizermeisterschaftsrennen sehr gut – und zugleich schwer. Nach klaren Nächten waren die Spuren bei Rennbeginn hart gefroren, dann wurden sie in der Wärme rasch nass. Die Strecken waren kräftezehrend, es gab lange Flachanstiege, steile „Tänneler“-Hügel, ein fast ständiges Auf und Ab, eine einzige 300m-Hocke-Abfahrt. „So musste man ständig arbeiten“, resümiert Philipp Hälg. Ihm passen solche Bedingungen, wie die Ergebnisse zeigen.

U20-Schweizermeister Hälg
Am Freitag erzielte Hälg im Sprint über die 1,1 km-Strecke im klassischen Stil gleich schon die schnellste U20-Prologzeit (2.33 Minuten), seinen Viertelfinal gewann er, im Halbfinal war er Zweiter hinter Corsin Hösli. Im Final schliesslich siegte Philipp Hälg, womit er als U20-Schweizermeister im Sprint feststand, vor Fabian Schaad (ZSV/Drusberg), Corsin Hösli (BSV/Sarsura Zernez) und Gaspard Cuenot (GJ/Brévine). Der Nordic Club Liechtenstein-Läufer Hälg, der mit LSV-Sonderkaderstatus startet, holte damit diesen Schweizermeistertitel nach Liechtenstein. Hälg meint rückblickend: „Ich war brutal überrascht, dass es mir gelang, Sprintschweizermeister zu werden, das hatte ich nicht erwartet.“ Die Schweizer Langlaufszene darf sich immerhin damit trösten, dass Hälg liechtensteinisch-schweizerischer Doppelbürger ist, er ist auch freundnachbarlich in Swiss-Ski eingebunden. Hälgs Prologzeit war übrigens nur 4 Sekunden langsamer als jene von Dario Cologna, der Herren-Sprint-Schweizermeister wurde. Damen-Sprint-Meisterin wurde Doris Trachsel, Plasselb, U20-Meisterin Christa Jäger, Vättis. Bei den Herren U18 startete Constantin Frommelt. Seine Prologzeit von 3.04 Minuten reichte nicht für das Viertelfinale, ihm blieb Rang 25.


Hart erkämpfte 30 km-Silbermedaille

Am Samstag ging es für die Herren über 50 km, für die Damen und die U20-Kategorien über 30 km, für U18 über 15 km, alle im klassischen Stil. Gelaufen wurde auf einer 5 km-Runde. Das geheime Traumziel für Philipp Hälg war natürlich ein Sieg über die Langdistanz. Nach 10 km war noch eine Spitzengruppe von acht Läufern beeinander, Hälg passierte als Erster. Nach 20 km waren noch vier Läufer an der Spitze, Hälg mit dabei. Danach aber konnten Fabian Schaad und Erwan Kaeser zusetzen, Hälg musste abreissen lassen. Doch Hälg kämpfte sich wieder an Kaeser heran. Zweieinhalb Kilometer lang lieferten sie sich einen zähen Kampf, den Hälg bis ins Ziel für sich entschied, mit drei Sekunden Vorsprung, 39 Sekunden hinter dem neuen Schweizermeister Fabian Schaad. Hälg gestand nach dem Rennen anerkennend: „Heute war Fabian einfach besser. Es ist super, dass ich nach dem Sprint-Titel noch die SM-Silbermedaille holen konnte.“ Constantin Frommelt erzielte in der Kategorie U18 den beachtlichen Rang 16 unter 24 Klassierten, er steigerte sich im Laufe des Rennens von Runde zu Runde. Sieger U18 wurde Roman Schaad, Drusberg (24 Klassierte). Die 50 km der Herren, welche Dario Cologna klar vor Marco Mühlematter, Tor Arne Hetland und Engadin-Sieger Remo Fischer gewann, absolvierten auch die beiden Nordic-Club-Läufer Anton Frommelt und Trainer Christoph Willinger, sie erreichten die Ränge 37 und 38. Bei den Damen schwang Seraina Boner, Hütten, obenaus, bei den Damen U20 Christa Jäger, Vättis, bei den Damen U18 Julia Philipona, Davos.

Staffel-Rang 8 für Hälg-Vögeli-Frommelt
Schliesslich startete am Sonntag bei den U20 die Staffel „Nordic Club Liechtenstein“ in der Besetzung Hälg (Jg. 1991), Martin Vögeli (1995), Constantin Frommelt (1993). Sie errangen unter 22 klassierten Staffeln den beachtlichen achten Rang. Sieger dieser Kategorie war die Staffel Davos vor Bex und Drusberg. Gestern Sonntagabend bereitete der Nordic Club Liechtenstein ihrem neuen Schweizermeister wie auch den weiteren SM-Teilnehmern und der verdienstvollen Trainer- und Betreuer-Crew einen herzlichen Empfang. Noch ist die Rennsaison nicht ganz zu Ende: Am nächsten Wochenende steht als letztes Rennen noch der „Atomic Swiss Cup Langis Sprint“ an.

Peter Geiger

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