LSV Läufer Philipp Hälg vom Nordic Club Liechtenstein beendete seinen ersten Renneinsatz an der Junioren-Weltmeisterschaft im Sprint auf Platz 53. Für die Finalqualifikation wäre in Hinterzarten Platz 30 nötig gewesen.
Bereits vor dem gestrigen Rennen war sich Hälg bewusst, dass der Sprint nicht zu seinen Stärken gehört. Zu selten nahm er in den letzten Jahren an Sprintbewerben teil. Das Bewusstsein, für die Viertelfinal-Qualifikation noch über zu wenig Stehvermögen zu verfügen, bewahrheitete sich in Hinterzarten. Mit
einer Zeit von 2.41,19 Minuten fehlten ihm über die 1,32 km-Schlaufe aber nur 4,21 Sekunden auf den 30. Rang. Im Vergleich mit Quali-Sieger Federico Pellegrino (Italien) büsste Hälg 12,04 Sekunden ein.
19. Rang im «U19-Klassement»
Trotz der verpassten Qualifikation für die finalen Läufe musste sich Hälg mit seiner Leistung nicht verstecken. Der Schaaner klassierte sich im Mittelfeld der total gestarteten 101 Konkurrenten in der U20-Kategorie. Er habe sich gut gefühlt, meinte Hälg. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem WM-Debüt, mehr konnte ich kaum erwarten», zog er nach dem Rennen seine persönliche Bilanz. Auch seine Trainerin Martina Negele bestärkte ihn in seinem Gefühl: «Philipp machte einen frischen Eindruck und durfte zu Recht strahlen beim Zieleinlauf. Er hat die an ihn gesetzten Erwartungen erfüllen können.» Im virtuellen Klassement der Jahrgänge 1991 und jünger bedeutet dies sogar Rang 19.
Northug schneller als Cologna
Im Finale trafen unter anderem die beiden Brüder von Petter Northug und Dario Cologna aufeinander. Wie bei den grossen erwies sich auch beiden kleinen Brüdern der Norweger als besserer Sprinter. Tomas Northug gewann den Juniorenweltmeister-Titel, während Gianluca Cologna nur Rang 29 belegte. Als bester Schweizer klassierte sich Jovian Hediger als 15., einen Platz vor seinem Landsmann Roman Furger. Für die drei Schweizer bedeutete das Viertelfinale die Endstation. Die Silbermedaille schnappte sich Northugs Landsmann Paal Golberg, vor Pellegrino.
Morgen nächster Renneinsatz
Der nächste Renneinsatz von Hälg steht morgen, Mittwoch, an. Der Schaaner wird über 10 km klassisch starten. In diesem Bewerb rechnet sich der 18-Jährige gute Chancen aus, weiter nach vorne zu laufen. «Ich hoffe, dass ich mein Potenzial abrufen kann. Wenn ich das schaffe, bin ich schon zufrieden.» In der Favoritenrolle für das morgige Rennen werden erneut die skandinavischen Läufer sein.